Erwachsene

Sprach­för­derung bei Erwachsenen

Funk­tionale Methode

Unsere Arbeit basiert auf der Methode des Lich­ten­berger Instituts für ange­wandte Stimmphysiologie.

Das Modell ist ein offenes System, das durch die stetige For­schung am Institut selber und durch die Erfah­rungen der damit arbei­tenden Päd­agogen sich ständig wei­ter­ent­wi­ckelt.
Die Praxis steht in kon­ti­nu­ier­lichem Aus­tausch mit dem Institut und gewähr­leistet damit die Aktua­lität der Behand­lungs­me­thode anhand der neu­esten For­schungs­er­geb­nissen aus der stimm­phy­sio­lo­gi­schen Arbeit.

Wir sind für Sie da

Anke und Steffi

Sandra Stein 77 170 Logo 11 16-e1487082330580 in Erwachsene

Behand­lungs­felder

Unsere Arbeit umfasst die Dia­gnostik, Behandlung und Beratung von Sprech– Sprach– und Stimm­stö­rungen bei Erwach­senen.
Ohne Dysphagie

Dyslalie

Stö­rungen oder Auf­fäl­lig­keiten der Aus­sprache betreffen die Fehl­bildung von Lauten z.B. Lispeln (Sig­ma­tismus).
Sind mehrere Laute betroffen, oder die Arti­ku­lation von einer Fehl­spannung der gesamten Mus­kel­funktion des Mundes begleitet, kann die Sprach­ver­ständ­lichkeit ein­ge­schränkt sein.
Solche Aus­spra­che­stö­rungen können auch durch äußere Ein­flüsse, z.B. Unfälle im Bereich der Arti­ku­la­ti­ons­organe oder Tumor­er­kran­kungen her­vor­ge­rufen werden. Eben­falls können neu­ro­lo­gische Erkran­kungen z.B. Morbus Par­kinson, Mul­tiple Sklerose, ALS (Amyo­trophe Late­ral­sklerose), Hirn­tumore oder Schlag­an­fälle und Hirn­schläge, die Arti­ku­la­ti­ons­fä­higkeit stark beeinträchtigen.

Myo­funk­tio­nelle Störung

Eine myo­funk­tio­nelle  Störung ist eine Störung des  Mus­kel­gleich­ge­wichtes im Mund– und Gesichts­be­reich und damit aller am Schluck­vorgang betei­ligten Struk­turen.
Ein Ungleich­ge­wicht der Gesichts­mus­ku­latur kann die arti­ku­la­to­rische Genau­igkeit beein­flussen, die Spannung der am Sprechen betei­ligten Organe ist ent­weder erhöht oder deutlich redu­ziert.
Begleitend ist die Ruhe­po­sition der Zunge beein­trächtigt. Sie drückt an die oberen oder unteren Schnei­de­zähne. Dies führt zu einer starken Spannung der Rachen-, Kiefer– und Kehl­kopf­mus­ku­latur. Nicht selten sind Kie­fer­ge­lenks­schmerzen oder nächt­liches Knir­schen die Folge.

Wenn eine myo­funk­tio­nelle Störung nicht behandelt wird, kann sie zu Zahn­fehl­stel­lungen führen oder diese begüns­tigen. Daher wird die logo­pä­dische Behandlung dieser Störung meist in Zusam­men­arbeit mit Zahn­ärzten oder Kie­fe­rotho­päden durchgeführt.

Stö­rungen des Sprech­rythmus (Stottern/ Poltern)

Das Stottern ist einer der Haupt­ver­treter der Sprech­ryth­mus­stö­rungen. Es tritt beim Sprechen unab­hängig vom Willen des Spre­chers, im Kindes– und Erwach­se­nen­alter auf. Der Sprech­fluss wird durch Wie­der­ho­lungen von Wörtern, Teil­wörtern und/ oder Silben gestört. Es können Deh­nungen von Wörter und/ oder Silben auf­treten, oder ein­zelne Laute werden durch eine erhöhte Spannung der Arti­ku­la­ti­ons­organe beim Aus­sprechen blo­ckiert.
Dadurch ist die Sprache von vielen Pausen und einem eher ver­lang­samten Sprechtempo gekenn­zeichnet.
Das Poltern ist ein sehr has­tiges Sprechen, wodurch der Sprecher nur schwer bis gar nicht zu ver­stehen ist. Bei diesem stark erhöhten Sprechtempo kann es zu Aus­las­sungen von Wort­en­dungen, Wort­teilen und /oder ganzen Wörtern kommen.

Stö­rungen der Sprache

Unter dem Begriff der Sprach­störung werden die Bereiche:
Sprach­planung, Sprach­ver­stehen, Wort­merk­fä­higkeit, Wor­tabruf und gram­ma­ti­ka­lische Fähig­keiten zusam­men­ge­fasst. Die Störung kann von leichtem Ausmaß bis hin zu einer starken Beein­träch­tigung aus­ge­prägt sein, bis hin zu einer fast voll­stän­digen „Unfä­higkeit“ sich sprachlich zu äußern.
Ursächlich für diese Stö­rungen können neu­ro­lo­gische Erkran­kungen (z.B. Morbus Par­kinson, Mul­tiple Sklerose, Amyo­trophe Late­ral­sklerose, Hirn­tumore, Schlag­an­fälle oder Hirn­schläge) sein. Eben­falls können Sprach­stö­rungen durch äußere Ein­flüsse (z.B. Schädel– Hirn­traumata durch Unfälle) her­vor­ge­rufen werden.

Dysphonien (Stimm­stö­rungen)

Die Bezeichnung Stimm­störung beschreibt Ein­schrän­kungen des Stimm­klangs und der stimm­lichen Belast­barkeit. Der Stimm­klang ist häufig durch Rauhheit und / oder Hei­serkeit geprägt. Die Stimme bzw. der Kehlkopf wird als trocken oder aber ver­schleimt beschrieben. Das Gefühl einen „Kloß im Hals zu haben“ wird oft beschrieben. Es kann ein per­ma­nenter „Räus­per­zwang“ ent­stehen.
Die Belast­barkeit ist stark situa­ti­ons­ab­hängig z.B. durch die Akustik und Größe der Räume, durch Umge­bungs­ge­räusche und durch psy­chische Belas­tungen, geprägt.
Es werden funk­tio­nelle und orga­nische Stö­rungen unter­schieden.
Funk­tio­nelle Stimm­stö­rungen können auf Grund von feh­ler­hafter Benutzung der Stimme, durch starke beruf­liche Belastung, über feh­ler­haften Umgang mit der Sing­stimme oder durch psy­chische Belas­tungen auf­treten.
Auf Grund von län­ger­fris­tiger Fehl– oder Über­be­lastung der Stimme, können sich orga­nische Schä­di­gungen ergeben (z.B. Stimm­band­knötchen, Stimmbandödeme).

Orga­nische Stö­rungen der Stimme können unter anderem durch ope­rative Ein­griffe im Bereich des Mund– und Nasen­raums oder in und am Kehlkopf (z.B. Schild­drü­sen­ope­ra­tionen, Stimm­ban­d­ope­ra­tionen) ent­stehen. Auch können stimm­liche Ver­än­de­rungen bei neu­ro­lo­gi­schen Erkran­kungen (z.B Morbus Par­kinson, Mul­tiple Sklerose, Amyo­trophe Late­ral­sklerose) und nach Schlag­an­fällen oder Hirn­schlägen auftreten.

Näseln (Rhi­no­phonie)

Die Rhi­no­phonie ist im Volksmund all­gemein als “Näseln” bekannt. Grund­sätzlich werden zwei Formen unterschieden:

Rhi­no­phonia aperta (offenes Näseln):

Die Rhi­no­phonia aperta zeichnet sich dadurch aus, dass beim Sprechen zu viel Luft durch die Nase ent­weicht. Dies liegt vor, wenn das Gau­men­segel (Velum) den Nasenraum nicht voll­ständig gegenüber dem Mundraum abschließt. Dadurch wird der Sprach­klang nasal. Diese Art der Rhi­no­phonie trifft häufig bei Gau­men­spalten auf. Bei Vor­liegen einer Rhi­no­phonie ist meist die richtige Arti­ku­lation ein­zelner Laute nicht möglich. Ein­zelne Laute (meist v.a. Plosive) können nicht oder nicht korrekt gebildet werden. Dann spricht man von einer Rhinolalie.

Rhi­no­phonia clausa (geschlos­senes Näseln)

Bei der Rhi­no­phonia clausa ent­weicht bei der Arti­ku­lation zu wenig Luft durch die Nase. So hört sich das Sprechen der Betrof­fenen an, als hätten sie eine ver­stopfte Nase. Auch bei dieser Art der Rhi­no­phonie arbeitet das Velum (Gau­men­segel) nicht richtig. Bei der Rhi­no­phonia clausa können die Nasallaute (/m/, /n/, /ng/) nicht oder nicht richtig gebildet werden. Auch in diesem Fall wird dann der Begriff Rhi­nolalie verwendet.

Spe­zia­li­sierung

In unserer Praxis beschäf­tigen wir uns, mit der Ver­bes­serung der Bewusstheit für den Stimm­klang und der Erfahrung, die Kör­per­funk­tionen der Stimm­gebung zu erleben.

In unserer Praxis ver­mitteln wir theo­re­tisch und pra­xisnah Aspekte der Stimmphysiologie.

Stimm– und Gesangsbildung

Das Training der Sprech– und Sing­stimme bietet die Mög­lichkeit, Leben­digkeit und Trag­fä­higkeit der eigenen Stimme und des Körpers wahr­zu­nehmen und zu erweitern.

Durch die Über­tragung auf Sprech­texte und Lite­ratur, Lieder und Arien, werden die gewon­nenen Erfah­rungen all­tags­trans­parent und als neues Kör­per­schema in die Stimm­funktion integriert.

Resonanz – die Brücke zwi­schen Klang und Körper

Der regel­mäßige Kontakt der Praxis mit dem Institut für ange­wandte Stimm­phy­sio­logie gewähr­leistet eine stetige Ver­tiefung der Arbeit durch die Erkennt­nisse aus den aktu­ellen For­schungen der Stimmfunktion.

Unser Angebot richtet sich an Men­schen, die

➔ ihre Stimme beruflich nutzen
➔ in ihrem Alltag die Stimm­funktion als ein­ge­schränkt erleben
➔ sich in ihrer Freizeit mit ihrer Stimme und Gesang beschäf­tigen
➔ eine ärzt­liche Ver­ordnung für eine logo­pä­dische Behandlung erhalten haben
➔ stimm­liche Pro­bleme nach ope­ra­tiven Ein­griffen fest­stellen
➔ die Deut­lichkeit ihrer Aus­sprache ver­bessern wollen
➔ ihren Körper in seinen funk­tio­nalen Mög­lich­keiten ent­decken wollen
➔ lernen möchten, ihre Stimme gezielt für rhe­to­rische Zwecke einzusetzen

In der Stimm– und Gesangs­bildung erlernen Sie

➔ Kon­ti­nuität und Zuver­läs­sigkeit im Gebrauch Ihrer Stimme
➔ Erwei­terung der stimm­lichen Belast­barkeit
➔ Ver­tiefung eigener Gesangs­er­fah­rungen
➔ Effi­zienz im Umgang mit Ihrer Stimme und Ihrem Körper

Erfahren Sie mehr über Ihre Stimme.….